Eine Fotobox: Jeder schon mal gesehen, mitgemacht und sich gefragt: „So etwas kann man doch auch selbst machen, oder?“ Stimmt, kann man! Bereits bei einigen Feierlichkeiten konnte ich eine Selbstfotografieanlage bereitstellen. Zunächst allerdings sehr provisorisch: Tablet auf einem Stativ, die Kamera auf einem zweiten, der Blitz auf einem dritten. Um das zu ändern, habe ich eine Fotobox geplant, gebaut und für gut befunden. Was ich verwendet habe, wie ich herangegangen bin und ob ich im Nachhinein etwas anders machen würde, erfährst du in diesem Beitrag. Die Idee der eigenen Fotobox Begonnen hat die Reise der eigenen Fotobox bei den Vorbereitungen für den 80. Geburtstag meines Großvaters, zu dessen Feier der Jahresrundung wir eine Fotobox organisieren wollten. Immerhin hätte die Fotobox auch gemietet werden können. Daher also die Frage, ob ich als Fotograf auch selbst machen kann, oder? Die anschließende Recherche zeigte: Ja, kann man. Software ist verfügbar, eine Kamera habe ich, die kompatibel ist. Für Licht kann ein entkoppelter Blitz sorgen. Sogar einen Hintergrund habe ich aufgrund diverser Portraitshootings bereits. Schließlich wurde in erster Instanz eine Fotostation — noch ohne Box — aufgebaut und zur allgemeinen Erheiterung zur freien Verfügung bereitgestellt. Nach dem ersten Erfolg im Familienkreis kamen auch eine zweite und eine dritte Nachfrage für eine Fotostation. Jedes Mal allerdings drei Stative, diverse Funkverbindungen und ausreichende Ladefüllstände mehrerer Akkus zu organisieren, empfand ich eher als unangenehm: Wenn etwas nicht mehr geht, muss schnell reagiert werden. Das geht aber nicht immer, und so wird schnell aus einer tollen Gemeinschaftsaktivität eine „Geht ja eh nicht“-Sache. Es sollte also eine kompakte, selbstlaufende Möglichkeit her, von sich selbst in amüsanten Verkleidungen Fotos machen zu können. Gut zu transportieren, ohne Akkus, optisch ansprechend … Eine Fotobox. Wie ich rangegangen bin Um die Kriterien eines bedachten Fotografen zu erfüllen, wurde die Box sorgfältig durchdacht. Oder auch: Erst einmal alles notieren, was ich erwarte und was sich als nützlich erweisen könnte. Fast alles davon wurde für die Fotobox übernommen. Im Folgenden findest du die Dinge, die ich verbaut bzw. verwendet habe. Die Box Für die Box selbst habe ich mir Holz im nahegelegenen1 Holzfachmarkt Dickert besorgt. Die Fachleute konnten mich bei meinem Vorhaben hervorragend unterstützen und haben (da das ursprünglich geplante Holz nicht vorrätig war) mit mir die Alternative neu durchgerechnet. Statt 21er Siebdruckplatten wurden es 18-mm-Multiplexplatten, um eine Box in der Größe 30 × 40 × 50 cm zu bauen. Die aufliegende Tür wurde mit Schwerlast-Scharnieren befestigt. Ein Schlossriegel samt Vorhängeschloss sorgt dafür, dass auch keiner mal eben an der Box „Verbesserungen“ vornimmt. Für die Lüftung sollten ein USB-Lüfter einerseits und Lüftungsschlitze andererseits Sorge tragen. Um die Box auch transportieren zu können, helfen Kisten-Tragegriffe. Aufgesteckt wird die Fotobox auf ein Lautsprecherstativ. Dazu ist ein sogenannter Flansch eingebaut worden. Die Geräte erhalten ihren Strom über eine Verteilerdose mit USB-Anschlüssen. Diese hat auch hinreichend Kapazität für eventuelle Erweiterungen und ein schön langes Kabel. Die Technik in der Fotobox Bei der Technik habe ich mich teilweise meiner bestehenden Hardware bedient. Das wären zum einen eine Nikon D7200 als Kamerabody sowie ein Microsoft Surface Pro 8 als Tablet, um Software zu betreiben und die Bilder anzuzeigen. Um den dauerhaften Strom zu gewährleisten, habe ich mir einen Dummy-Akku passend zur Kamera gekauft. Befestigt wurde die Kamera mittels Stativkopf direkt an der Box. Beim Licht wollte ich ebenfalls auf eine strombetriebene Variante setzen, um die Vorschau zu gewährleisten sowie die Bildqualität bei dunkleren Szenarien beibehalten zu können. Allerdings wollte ich auch ein möglichst kompaktes Set-up. So entschied ich mich für das Rollei LUX 100W Bi-Color Dauerlicht. Die kompakte Größe erlaubt leichtes Verstauen, und die Leistung reicht (bei 50 % Leuchtkraft) leicht aus, um eine Gruppe zu erleuchten. Dazu ein kompakter Lichtschirm, ein Blitzneiger zur Befestigung sowie eine Stativ-Mittelsäule und Innengewindehalterung. Requisiten Selbstverständlich dürfen beim Betreiben einer Fotobox die Requisiten nicht fehlen. Bärte, Perücken, Schilder: Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Unter dem Begriff Fotorequisiten finden sich allerhand lustige Verkleidungsmöglichkeiten! Die Utensilien befinden sich sortiert und gut transportierbar in durchsichtigen Boxen, sodass sie auch schnell gegriffen und bereitgestellt sind für das nächste Event. Ergebnis Ich finde, das Ergebnis kann sich sehen lassen! Die Box lässt sich hervorragend transportieren, ist mit einem Stromkabel und einem Stativ aufgestellt und bedarf weniger Handgriffe für den Betrieb. Keine drei Stative, kein Kabelgefrickel: Einfach eine Box aufstellen und ab geht’s. Genau so habe ich es mir vorgestellt. Zudem ist im Innenleben noch genügend Platz, um z. B. ein Ladegerät für Kameraakkus unterzubringen. Es ist so etwa bei einem Event möglich, die Akkus zu laden, sollten sie doch mal schneller aufgebraucht sein als erwartet. Und da die Tür auf der Rückseite ist, stört das auch nicht den Betrieb der Fotobox! 🦊 Aber sieh selbst: Beschaffungsliste für (m)eine Fotobox Hier noch einmal die (hoffentlich) vollständige Liste meiner Beschaffungen für die Fotobox. Die Interessierten, die selbst eine Fotobox bauen möchten, haben hiermit eine gute Grundlage für den Bau der Fotobox. Requisiten Box Das Holz meiner Box habe ich im Holzmarkt gekauft. Selbstverständlich ist es auch möglich, selbst zu sägen oder sich fertige Korpi im Internet zu bestellen. Ich wollte selbst basteln, und für diejenigen, die nicht Gefahr laufen, sich Finger abzusägen, würde ich diese Lösung empfehlen, da es kostengünstiger ist und dazu Spaß macht — gerade als Ausgleich zum Bürojob! Kamera Die Kamera darf gut und gerne eine aus dem Schrank sein. Falls keine mehr vorhanden ist, sind gebrauchte Kameras bei z. B. Calumet, Kleinanzeigen oder anderen Plattformen ein guter Weg, um Geld zu sparen, denn die neueste Kamera muss es für eine Fotobox nicht sein. Als Objektiv empfiehlt sich eines mit niedriger Brennweite aka weitem Aufnahmewinkel, um auch große Personengruppen leicht aufnehmen zu können. Beispiele siehe Links. Tablet / PC Auch hier gibt es verschiedene Optionen, wie ein solches Set-up aussehen könnte. Da ich noch ein funktionales Tablet hatte, fiel die Wahl auf die Nutzung ebendieses Tablets. Bei einer Neuanschaffung kann das aber schnell teuer werden — je nach eingesetzter Software. Eine mögliche Alternative stellt daher die Beschaffung eines Mini-PCs in Kombination mit einem Touch-Monitor dar. So kann
Die neue Fotografie- und Videografie-Website ist live – HISMINDSET 3.0
Vergangenes Jahr hat HISMINDSET bereits einen Refresh erhalten, mit neuer Hardware und einem frischen Design. Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft 2024 wurde dieser Refresh wiederholt und die Website mit einem eigenen Shop ausgestattet! Schaut euch um auf der neuen HISMINDSET Website 3.0! Warum ein Neuanfang? Als Fotograf und Videograf bin ich ständig auf der Suche nach neuen Wegen, meine Arbeiten mit euch zu teilen. Meine alte Website hat ihren Dienst getan, aber es war Zeit für etwas Neues: moderner, funktionaler und mit einem klaren Fokus auf meine Leidenschaft – eben HISMINDSET 3.0 Die Highlights meiner neuen Seite: Was kommt als Nächstes? Die Website wächst noch! Viele Inhalte sind Work in Progress, und ich arbeite daran, regelmäßig neue Inhalte hochzuladen. Meine alten Blogbeiträge werden ebenfalls bald wieder verfügbar sein. Auch werden neue Produkte zum Shop hinzugefügt, von Wanddeko bis hin zu Kleidung. Schaut vorbei, stöbert und teilt euer Feedback! Ich lade euch herzlich ein, meine neue Website zu besuchen, mir eure Meinung mitzuteilen und im Shop nach einzigartigen Weihnachtsgeschenken zu stöbern. ➡️ Zur Website ➡️ Zum Shop Danke, dass ihr mich auf diesem Weg begleitet – ich freue mich auf eure Rückmeldungen! Unter Kontakt findet ihr heraus, wie ihr euer Feedback senden könnt 😊 Hat dir der Beitrag gefallen? Das freut mich! Weitere Beiträge findest du im Blog-Bereich [coming soon!]. Im Shop findest du ein paar schöne Bilder für dein Zuhause, das Büro oder wo du magst.
Inselhopping Teil 4: Teneriffa again
Die letzten Tage des Inselhoppings sollten entspannte Tage auf Teneriffa werden, denn danach sollte es zurück nach Deutschland und in den alltäglichen Trott gehen. Batterien sind noch etwas aufzuladen. Nicht allzu weit vom Flughafen sollte eine Glamping-Unterkunft mit Hängematten am Pool für Erholung sorgen, aus der nicht ganz etwas geworden ist. Fruchtige Unterkunft Mit der Fähre wieder auf der Startinsel angekommen, suchten wir in den Ebenen zwischen Küstenbereich und Autobahn nach unserer Unterkunft, die uns Erholung bringen sollte. Die bisherige Reise war voller Erlebnisse, Wanderungen und Eindrücke. Etwas ausspannen, Hängematte. Das Richtige, bevor es in das kalte Deutschland geht und damit zurück in den Alltag. Zwischen diversen Bananenplantagen haben wir unsere Unterkunft schließlich gefunden – ganz anders als die anderen Unterkünfte. Kleine Glamping-Häuser sollten uns Unterschlupf gewähren. Aber sofort ist die Vielzahl an Pflanzen aufgefallen. Papaya, Maracuja, Bananen und noch vieles mehr. Alles in liebevoller Pflege durch die Betreiber angebaut. Und die Früchte gab es, wie wir herausfanden, zum Frühstück in Form von Saft oder Smoothie. Einfach nicht vergleichbar mit den Drinks, die es im Supermarkt zu Hause zu kaufen gibt. Einfach herrlich. Siam von Thailand statt Teide von Teneriffa Ein Anblick, der einzigartig auf der Insel ist, ist der Blick vom Teide. Mit dem Auto zur Talstation auf 2.356 m und dann mit der Seilbahn auf 3.555 m. Der Blick auf die umliegenden Inseln und die steinige Vulkanlandschaft ist atemberaubend – buchstäblich. Die guten 3,5 Tausend Meter merkt man bei der Begehung der Wege. Selbst erfahrene und sportliche Personen bemerken hier einen deutlichen Unterschied. Beim Besuch im Juni besuchten meine Freunde und ich diesen spektakulären Ort bereits. Mit einem der Freunde habe ich beide Gehwege begangen. Super Idee 😁 Beim Inselhopping wollte meine Freundin diesen Ausblick ebenfalls erleben. Leider haben das Wetter sowie unerfindliche Gründe des Betreibers dazu geführt, dass sie nicht in den Genuss kam. Zweimal wurde die Ticketbuchung storniert. Die Alternative dazu war selbstverständlich nicht Erholung auf der Hängematte, sondern der Siam Wasserrutschenpark. Der Park auf Teneriffa ist mehrmals als bester Wasserrutschenpark der Welt ausgezeichnet worden. Mit seinem thailändischen Ambiente hat man das Gefühl, nicht mehr auf einer spanischen Insel zu sein, sondern auf einer ganz eigenen Oase. Die Rutschen sind dabei in unterschiedliche Steilgrade eingeteilt. Wir begannen mit „Gelb“. In Deutschland hätte man vermutlich schon unterschreiben müssen, dass eine Haftung ausgeschlossen sei, so intensiv haben sie sich bereits angefühlt. Durch einen unglücklichen Zufall sind wir dann auf eine rote Rutsche gegangen. Uiuiui Ich verstehe den Hinweis „Nicht bei Rückenschmerzen und/oder Herz-Kreislauf-Problemen benutzen“. Ein vorzügliches Mittagessen und eine riesige Welle machten unseren sechsstündigen Aufenthalt komplett. Er wird uns noch eine Weile in Erinnerung bleiben. Eine letzte Wanderung auf Teneriffa Und auch eine letzte Wanderung konnten wir uns nicht entgehen lassen. So viel zu „Erholungstage“ auf Teneriffa. Eine mehrstündige Wanderung unter teilweise starken Rückenschmerzen musste einfach noch sein, denn die Landschaft auf Teneriffa (wenn man nicht eine komplett dornige Wanderung von Komoot aussucht), muss einfach sein. Die Kiefernwälder sind so sattgrün, dass man am liebsten hineinbeißen möchte. Dort entdeckten wir auch eine Vulkanlandschaft aus dem Jahr 1909. Zu der Zeit entstand der Vulkan „Chinyero“. Mitten durch die Kiefernwälder zieht sich die steinige Lavalandschaft. Auch hier wieder ist der Kontrast irre. An der Stelle ist erkennbar, wie viel Zeit überhaupt notwendig ist, damit Lava fruchtbar wird. Der letzte Ausflug war eine nachhaltig organisierte Wal- und Delfin-Bootstour. Ohne Jagd und Manöver machten wir uns auf den Weg in die Regionen, in denen Wale und Delfine zu Hause sind. Sobald sie zu sehen waren, wurden die Motoren auf das Minimum reduziert und einfach gewartet. Diese Tiere sind so neugierig, sie kamen bis auf wenige Meter selbst heran. So konnten wir einige Blicke auf sie werfen. Das Ende einer tollen Reise So endet ein spannendes Inselhopping-Abenteuer zwischen Teneriffa, La Gomera und La Palma. Mit dem Teide im Rücken begeben wir uns auf die Heimreise. Viele Eindrücke, tolle Bilder und etwas Muskelkater begleiten uns in die Heimat. Hoffentlich gibt es wieder Schweizer Schokolade im Flugzeug!
Inselhopping Teil 3: La Palma
La Palma sollte der dritte Stopp des Inselhoppings werden. Die Insel mit der wohl jüngsten Vulkanaktivität zeigt die schrecklich schöne Kraft der Natur, die uns der Guide zum Aus-Die-Schuhe-Klopfen-nah gezeigt hat. Ein weiterer Zauberwald beeindruckte uns auf der Insel der Sterne. Erste Eindrücke auf La Palma Spät angekommen, suchten wir unser Appartement in der Stadt Santa Cruz de La Palma. Einen Parkplatz zu bekommen schien zunächst unmöglich, da während unserer Ankunft eine Rallye auf der Insel stattfand. Noch dazu war die Unterkunft nicht wirklich beschildert oder beschrieben, da es sich um eine Wohnung innerhalb eines scheinbar normalen Wohnkomplexes gehandelt hat. Doch angekommen, fühlten wir uns schnell heimisch und genossen die erste Nacht. Gleich darauf folgte der erste Ausflug, um uns ein Bild von der Insel zu machen. Einmal in das Innere, in Richtung des neuen Vulkans „Tajogaite“, dann nach Süden, um die „Saline von Fuencaliente“ zu besichtigen. Diese Salzanlage agiert nur mit Sonne und Wind und ist damit (zumindest laut Website) 100 % ökologisch. Gute Sache! Anschließend haben wir noch ein wenig das Meeresrauschen an der Südküste genossen, bis wir uns den Weg in Richtung Unterkunft bahnten. Zauberhafte Natur Während unserer nächsten Wanderung ist eines meiner Lieblingsbilder entstanden: Der Zauberwald hatte eine wunderschöne Atmosphäre, bei der jeder Gedanke schwinden kann. Ich glaube, diesen Blick den Hügel hinauf, mit blauen, grünen und roten Farben gespickt, hatte ich so noch kein weiteres Mal. Das Zusammenspiel des Grüns der Bäume und das Gelb der Sonne begeistert später noch einmal. Fotografisch hätte ich mir hier fast noch ein paar mm weniger Brennweite gewünscht. Doch da mein Ziel darin bestand, möglichst wenig Gepäck mitzunehmen, war bei 24 mm nach unten Schluss. Dennoch ist dieser Sonnenstrahl durch die dichten Blätter ein Hingucker. Doch auch oben angekommen hörten die Bilder nicht auf, denn wir bekamen einen unvergleichbaren Ausblick auf den Teide, umhüllt von Wolkenmeeren. Wer One Piece kennt, wird sich schnell an Skypiea erinnern. Zumindest ging es mir so. Als großer One Piece Fan war es meine Pflicht, dieses Schaubild einzufangen (auch wenn das vermutlich schon 1001 andere Fotografen gemacht haben). La Gomeras schwarze Strände An den schwarzen Stränden tankten wir regelmäßig Energie für den nächsten Tag. Kein Tag verging, an dem wir nicht etwas unternommen haben, sei es eine Wanderung, ein Ausflug oder eine Stadterkundung. Die Abkühlung im Meer oder wahlweise im Pool tat gut und war wichtig. Nah dran am Tajogaite Natürlich konnte die Gelegenheit nicht ignoriert werden, sich den neu entstandenen Vulkan einmal näher anzusehen und noch ein paar detailliertere Informationen zur Entstehung einzuholen. GetYourGuide hatte bereits in der Vergangenheit spannende Touren für uns bereitgehalten, sodass wir auch hier wieder darauf zurückgriffen. Vielen Dank für den Gutschein, den wir zum Geburtstag bekommen haben 🤗 Unser Guide konnte Deutsch, aber es war eine Kommunikation mit Händen und Füßen. Vielleicht war sie gerade deswegen so einprägsam und unterhaltend. Mit Hingabe erklärte er uns, wie die Insel und speziell der Vulkan entstand. Dabei nutzte er die natürlichen Ressourcen des Weges. Wokenwasserfälle auf La Palma Die Tour ging bereits früh um 08:00 Uhr los. Wer hätte gedacht, dass man auf den Kanarischen Inseln frieren kann? Im Schatten der Berge stiefelten wir durch die Pyroklasten (wird das so geschrieben?). Aber gerade durch diese Uhrzeit, hatten wir die Gelegenheit, ein Naturschauspiel zu beobachten, welches uns bisher nicht geglückt war: die Wolkenwasserfälle auf La Palme. Die Wolken schieben sich dabei über die Bergkämme und fallen dann buchstäblich in das zugrundeliegende Tal. Neue Bekanntschaften sind für jeden Urlaub etwas Tolles. Wir haben dort Menschen kennengelernt, mit denen wir Nummern austauschen konnten. So auf einer Wellenlänge zu sein, ist alleine schon ein Event. Vom ursprünglichen Plan, noch etwas zu spazieren oder wandern zu gehen, blieb nicht mehr viel, nachdem wir mehrere Stunden im Café gesessen und über Gott und die Welt geredet hatten. Einfach herrlich. Astronomie auf La Palma Am Abreisetag wollten wir noch den höchsten Punkt der Insel erreichen. Zeit hatten wir, denn die Fähre startete erst spät. Oben angekommen, stellten wir fest, dass mehrere Teleskope dort ihren Stellplatz hatten. Wie sich herausstellte, eignet sich La Palma ganz besonders, um Sterne zu beobachten. Das „Centro de Visitantes del Roque de los Muchachos“ (also das Besucherzentrum) hatte aufgrund eines Feiertages kostenlosen Eintritt gewährt. Dieser kleine Exkurs in Astronomie sollte unsere Reise auf La Palma beenden. Die schrecklich schöne Kraft der Natur La Palma ist eine spannende Insel. Die Kraft der Natur wird spürbar. Die zerstörerische Kraft wird nur durch die Kraft des Lebens noch übertroffen, denn wo heute nur Landschaft wie in einer Steinwüste zu finden ist, wird in ferner Zukunft ein wunderschöner Wald stehen. Dieser Kontrast des Zerstörens und Schaffens ist unbeschreiblich. Nur das Erleben kann diesen Eindruck vermitteln. Für uns sollte es nun wieder auf unsere Ankunftsinsel gehen. Auf Teneriffa wollen wir uns noch einmal erholen, bevor es wieder nach Deutschland und in den Alltag geht.
Inselhopping Teil 2: La Gomera
Im zweiten Teil des Inselhoppings wurde La Gomera ausgewählt. Die kleinste der drei Inseln soll viele Wanderungen und spannende Vegetation bereithalten. Faszinierend anzusehen ist die Landschaft elf Jahre nach einem verheerenden Waldbrand. Dazu die Kontraste zwischen Nord- und Südseite der Insel. Eine tierische Pausengesellschaft bot die Gelegenheit für ein Stillleben. La Gomera Mit 22.000 Einwohnern ist La Gomera eine recht ruhige und überschaubare Insel. Angekommen mit der Fähre im Süden haben wir uns einen Weg durch die Berge zu unserer Unterkunft in Hermigua gebahnt. Parken an Berghängen mit einem eher unvertrauten Auto gestaltete sich gelegentlich als Nervenkitzel. Wie sagt der Deutsche: „Alle wach?“ Wanderlustig begaben wir uns auch direkt auf den nächsten Ausflug zum touristischen Zentrum in der Mitte der Insel. Gleich daneben befindet sich das Restaurant „La Laguna Grande“. So waren wir uns einer kleinen Erfrischung nach der Wanderung gewiss. Wanderungen Die hervorragend ausgeschilderten Wanderwege können optional mit einem Audioguide begleitet werden. Dazu stehen kleine Schilder mit QR-Code bereit, die man einfach scannen und anhören kann. Hinweis: Der Empfang im Wald ist nicht berauschend. Dafür aber die Informationen, die über den Guide angehört werden können. Spannende Fakten zum Waldbrand 2012 haben die Landschaft erklärt, denn sie ist besonders: Aufgrund des Waldbrandes sind überall alte, verbrannte Äste zu sehen, die noch über die grünen, neuen Bäume und Sträucher ragen. Diese Kombination von Tod und neuem Leben ist faszinierend. Doch schon auf der anderen Seite des Bergkamms sieht die natürliche Vegetation ganz anders aus. Da sich die Feuchtigkeit bereits abgesetzt hat, befinden sich auf der Südseite eher vereinzelt Bäume, Sträucher und viel Stein. Ein sehr spannendes Phänomen war die Verstopfung der Berghänge. Auf La Gomera war das Wetter meist durch Wolken geprägt. Um die Kanarischen Inseln hängen diese Wolken allerdings auf einer eher niedrigen Höhe. Und wenn dann ein Berg im Weg ist? Na ja, dann verstopft die Stelle eben. Und die Wolken schieben sich langsam über den Bergkamm. Bei unserer Wanderung zum El Cedro haben wir erstaunliche 550 Höhenmeter (eine Strecke) zurückgelegt. Aber die 1945 kcal laut Fitnesstracker waren es wert, denn die Aussicht von da oben hat uns sehr beeindruckt. Und sogar Gesellschaft hatten wir, denn als wir eine Pause einlegten, gesellten sich kleine Geckos zu uns. Könnte ja etwas herunterfallen, nicht wahr? Die Gelegenheit habe ich für ein bisher recht einzigartiges Stillleben genutzt. Nutzpflanzen auf und von La Gomera Neben der Natur, die sich ihren Weg bahnt, gibt es auch die ein oder andere von Menschen gemachte Veränderung der Pflanzenarten auf der Insel. Viele Nutzpflanzen wurden angebaut und exportiert, um andere Rohstoffe importieren zu können. Sehr beliebt waren dabei Bananen, aber auch andere Früchte sowie Gofio (Getreide, welches erst geröstet und dann gemahlen wird) oder Palmensirup (schmeckt hervorragend mit Eis oder Joghurt!). In einem kleinen Garten mit Audioguide (scheinbar dort sehr beliebt) haben wir einige dieser Pflanzenarten aus der Nähe gesehen und abends im anliegenden Restaurant verköstigt. La Gomera: Die ruhige Insel La Gomera hat uns in ihren Bann gezogen. Sie versprühte eine gewisse Ruhe, die auf den anderen Inseln nicht so präsent war, ohne aber die Möglichkeiten von Wanderungen einzuschränken. Die tierische Gesellschaft während der Pause war ein persönliches Highlight, an das ich mich gerne zurückerinnere.
SPC Photo Awards Leipzig – Das erste Mal ausstellen
Der Swiss Photo Club veranstaltete zum zweiten Mal die SPC Photo Awards, bei denen Hobbyfotografen und Profis, unabhängig vom Thema, Bilder einreichen konnten. Das Publikum entschied. Dieses Event war zeitgleich meine erste Gelegenheit, meine Bilder öffentlich auszustellen. Interesse? „Ist das interessant für dich?“ – Mit diesen Worten wurde mir ein Werbebild für die SPC Photo Awards geschickt, während ich gerade noch auf einer Tauffeier unterwegs war (nicht als Fotograf 🙃). Das Thema hat mich doch schnell gepackt und ich habe direkt mal die Website des SPC erforscht. Ergebnis: Ja klar ist das interessant für mich. 😜 Danke also noch einmal für den Hinweis! Qual der Wahl Die Entscheidung, daran teilzunehmen, fiel mir zunächst schwer. Denn das Ganze ist verständlicherweise nicht kostenlos. Der Monat November gestaltete sich finanziell bereits schwierig, da einige Anschaffungen unternommen wurden. Darunter auch ein neues Objektiv, mit dem ich mich in die Welt des Ultraweitwinkels begeben möchte (stay tuned). Und für jedes Bild wurde ein Betrag von 39,00 € fällig. Und fünf Bilder sind als Obergrenze im Kopf geblieben (obwohl es später hieß, dass es keine Grenze gab 🤷🏼♂️) Dazu kommt, dass ich immer einen gewissen Sicherheitsgedanken im Kopf habe: „Was, wenn ich nichts gewinne? Was, wenn ich nichts verkaufe und sich daraus nichts Direktes entwickelt? Dann sind das im schlimmsten Fall 200 Euronen für die Katz!“ Mit diesen Gedanken habe ich mich eine Weile herumgeschlagen, bis der Entschluss stand: F*ck off, ich mache das jetzt! Damit einhergehend kam die nächste Herausforderung auf den Tisch: Welche Bilder nehme ich denn? Ich fotografiere seit etwa 10 Jahren und habe einige tolle Bilder. Aber was sind denn meine besten Bilder? Die Auswahl war mehr als herausfordernd. Und daher bin ich sehr dankbar, dass meine Freunde und meine Familie mich unterstützt haben. Ich habe einige von Ihnen um Ihre Top 5 gefragt und habe rege Rückmeldung erhalten. Unterschiedlicher hätten die Präferenzen nicht sein können. Die Auswahl ist gefallen, die Bilder sind hochgeladen, Titel sind vergeben, Geld ist bezahlt. Und dann war ich auf einmal für die erste Ausstellung meiner Fotos angemeldet. Ein geiles Gefühl! Vielen Dank an alle, die mich bis hierhin schon unterstützt haben! Auswahl der Top 50 Fotografen Anschließend wurden die Top 50 Fotografen auf der Veranstaltungswebsite bekannt gegeben. Beim Buchstaben „F“ wurde der Name „Florian Göhring“ angezeigt. WTF. Ich bin tatsächlich unter den Top 50?! Shit, ich sollte doch jetzt schlafen. Na ja, hat noch ein wenig gedauert, bis die Müdigkeit wieder da war. Die Top 50 Fotografien sollten als Alu-Dibond in 40 x 60 cm gedruckt werden und stehen zum Verkauf bereit. Sollte ein Bild verkauft werden, erhalten die Fotografen einen großzügigen Anteil am Verkauf. Falls nicht, dürfen die Werke selbstverständlich mit nach Hause genommen werden. Die SPC Photo Awards starten! Am 24.11.2023 eröffnete der Swiss Photo Club die Vernissage der SPC Photo Awards Leipzig. Die Hallen des Tapetenwerks waren prall gefüllt. Über 380 Fotografien wurden eingereicht. Fünf Runden in annähernd zwei Stunden habe ich in der Ausstellungshalle gedreht, und habe nicht alle Bilder gänzlich wahrgenommen, so umfangreich war der Eindruck. Jedes einzelne Bild, ob klein oder groß, hatte eine eigene Wirkung. Bei der Betrachtung der Bilder ist klar geworden, dass Geschmäcker und Wahrnehmungen gänzlich unterschiedlich sein können. Einige der Bilder empfand ich als inspirierend, aufschlussreich oder einfach nur schön anzusehen, während ich anderen Fotografien nichts abgewinnen konnte. Der nächste Betrachter sieht das wieder vollständig verschieden. Und genau das macht es so spannend, die Arbeiten anderer Fotografen zu sehen. Einiges nehme ich mir selbst mit und hoffe, auch einmal umsetzen zu können. Da sind sie! Ich hoffe, auch wenn sie in der untersten Reihe sind, können sie erfasst werden. 😜 Und hier sind die Fotos der Ausstellung: Preisverleihung und Ende der SPC Photo Awards Der 02. Dezember sollte der letzte Tag sein, an dem die Bilder ausgestellt werden. Viele Fotografinnen und Fotografen waren noch einmal in das Tapetenwerk gekommen, um den Abschluss der SPC Photo Awards in Leipzig zu zelebrieren. Ich war gespannt, welche Bilder die meisten Publikumsvotes erhielten und ob eines meiner Bilder dabei sein sollte. Die Ausstellung endete für mich zwar ohne Preis, aber mit einer Vielzahl an neuen Erfahrungen und Eindrücken, die ich in meine zukünftige Arbeit einbeziehen möchte. Und die Teilnahme an einem Fotowettbewerb hat mir auch ein gutes Gefühl gegeben. Ob ich mich für die Siegerbilder entschieden hätte? Ich denke nicht. Jeder nimmt Fotografien unterschiedlich wahr. Was mir gefällt, muss nicht einer anderen Person gefallen und umgekehrt. Der einzige Kritikpunkt an der Veranstaltung ist das Voting-System: Wer mehr Personen in seinem Netzwerk mobilisieren kann, für ihn zu voten, hat freilich mehr Chancen auf einen Preis als jemand, der ein kleineres Netzwerk hat. Einzig der Jury-Preis ist davon nicht betroffen. Doch davon lasse ich mich nicht entmutigen oder herunterziehen. Ich mache meine Fotos, weil ich sie mag und weil sie mir etwas bedeuten, und nicht, um Gewinne abzustauben. Ich freue mich auf das nächste Mal, egal ob beim Swiss Photo Club und den SPC Photo Awards oder woanders. Und wer weiß, vielleicht fülle ich einmal eine eigene Galerie? 🤗
Inselhopping auf den Kanaren
Im Juni 2023 konnte ich bereits in einer Woche die traumhaften Landschaften von Teneriffa bewundern. Der positive Eindruck war so groß, dass ich gemeinsam mit meiner Freundin einen weiteren Trip auf die Kanarischen Inseln unternahm. In 19 Tagen erkundeten wir die Inseln Teneriffa, La Gomera und La Palma und bewunderten Wälder und Vulkangestein in einer wunderschönen Kombination. Und nicht nur tagsüber bieten sich unvergessliche Eindrücke. Unser Inselhopping in Worten und Bildern. Planung und Organisation Die gemeinsame Reise wurde vollständig per Hand geplant. Wir suchten uns, unabhängig von Pauschalreisen, Flug, Unterkunft, Mietauto und Fähre. Mit diesen vier Bausteinen waren wir uns sicher: Wir kommen hin, haben eine Bleibe und kommen wieder zurück. Ausflüge und Erlebnisse wurden entweder durch die Inspiration im Juni oder komplett neu und spontan geplant. Sehr angenehm war die Organisation durch Booking.com, da wir sowohl die Flüge als auch die Ferienwohnungen darüber gebucht hatten. Dadurch waren alle relevanten Informationen in einer App. Nur die Fährfahrten benötigten eine weitere App. Fotoequipment Vor jeder Reise stellt sich für einen Fotografen die Frage: „Was nehme ich denn alles mit?“ So ging es auch mir. Aufgrund der Dauer des Urlaubes, der begrenzten Gepäcksituation und des Wunsches, wandern zu gehen und andere Aktivitäten zu unternehmen, habe ich mich beim Inselhopping entschieden wie schon beim Männer-Trip im Juni: Ich belasse es bei der Nikon Z6 II, dem Nikkor 24-70 f/4.0 und der GoPro HERO 10 Black. Das alles passt in eine kleine Foto-Umhängetasche, bietet mir Möglichkeiten, ohne mich einzuschränken, und ist halbwegs leicht. Mit diesem Set sollte ich in der Lage sein, alles umzusetzen, was mir so einfallen könnte. Klar, Wechselakku und Ladegeräte kommen noch dazu. Stationen Das Inselhopping sollte vier Stationen umfassen: Ankunft und erste Tage auf Teneriffa, danach die Erkundung der Insel La Gomera, anschließend die Begutachtung des neuen Vulkans auf La Palma (und natürlich mehr), sowie abschließend ein paar entspanntere Tage wieder auf Teneriffa. Gut, so entspannt wurden sie dann doch nicht. Ich möchte meine Erfahrungen und Eindrücke dieser wundervollen Inseln beschreiben, auch wenn einige davon gar nicht in Worte oder in Bilder zu fassen sind. Dennoch haben sich fotografisch tolle Momente ergeben, auf die ich näher eingehen möchte. Um dich, also den Leser des Reiseberichtes, nicht zu erschlagen, erscheinen die Stationen getrennt voneinander, um die Spannung ein wenig zu erhöhen. 😁 Fazit: ein gelungenes Inselhopping Die Kanarischen Inseln sind beeindruckend. Eine Zusammenfassung des Inselhoppings zu schreiben, gleicht einer Unmöglichkeit, denn es sind so viele Dinge gesehen, gemacht und fotografiert worden, dass eine Zusammenfassung eher dem Blogbeitrag noch einmal entspricht. Eine wundervolle Reise bleibt für eine ganze Weile in Erinnerung. Allein die so unterschiedliche Vegetation auf den Inseln reicht, um sich zu vergucken. Ehe man sich versieht, googelt man nach Office-Möglichkeiten für ein oder zwei Monate Auslandsaufenthalt zum Arbeiten und Leben. Das Klima, das Wasser, die Natur – es ist schlicht und ergreifend einladend. Fotografie auf den Kanaren Fotografisch gesehen habe ich zwei Erkenntnisse gewonnen: Aber auch ohne zusätzliches Equipment hat sich diese Reise absolut gelohnt. Es sind wunderbare Fotografien entstanden, die ich mir gerne wieder ansehe. Ich rufe mir die Atmosphäre wieder ins Gedächtnis. Einige der Motive haben einen Platz in meinem Shop bekommen. Falls du die Atmosphäre auch bei dir zu Hause haben willst, kannst du sie im Pictrs-Shop finden. Wenn du schon Erfahrungen auf den Kanaren gemacht hast, dann lass hören! Hast du noch weitere Tipps für das nächste Mal? Oder gar Hinweise und Empfehlungen für einen Home-Office-Aufenthalt? Schreib es doch in einen Kommentar!
Inselhopping Teil 1: Teneriffa
Der erste Halt: Teneriffa. Ein kleiner Bericht über den ersten Halt des Inselhoppings, der durch abenteuerliche Wanderungen und einen Blick in den Himmel geprägt war. Teneriffa Für mich ist es die zweite Reise auf die Kanarischen Inseln. Der Eindruck des einwöchigen Aufenthaltes auf Teneriffa mit drei Freunden war so gut, dass meine Freundin und ich eine ausführliche Erkundungstour unternehmen wollten. Angekommen sind wir bei dieser Reise auf Teneriffa am Flughafen Süd. Unser Flug ging vom BER über Zürich. Von dort ging es mit dem Mietauto von Cicar zum ersten Aufenthaltsort: Los Gigantes! Empfehlung: Cicar Das Mieten des Autos war mit Cicar wirklich einfach, günstig und entspannt. Reservieren (optional), Auto abholen, Auto abgeben, fertig. Bisher habe ich noch nichts Negatives zum Mietprozess bei Cicar gehört. Absolute Empfehlung 👍🏼 Das Palmetum Dieser botanische Garten auf Teneriffa hat eine unvorstellbar schöne und umfassende Sammlung von tollen – wer hätte es gedacht – Palmen. Gruppiert nach den Ursprungsregionen, sieht man die verschiedensten Palmenarten und andere Pflanzen in einer wunderschönen Komposition. Dazu ist alles sauber, aufgeräumt. Schon im Juni besuchte ich diesen Garten und habe dort einige tolle Fotografien machen können. Beim Inselhopping teilte ich meine Eindrücke mit meiner Freundin, die dieselbe Begeisterung entwickelte. Die Eindrücke kann man gar nicht in Worte fassen, also mache ich das lieber mit Bildern 😁 Los Gigantes und natürliche Pools Von unserer Unterkunft waren es nur wenige Minuten zu den Klippen von Los Gigantes – die größte Steilküste Europas. Mit 480 Metern wirken sie, wie der Name schon vermuten lässt: gewaltig! Sehen kann man die Klippen dabei wahlweise von verschiedenen Aussichtspunkten vom Land oder alternativ vom Wasser aus auf der Westseite Teneriffas. Verschiedene geführte Touren laden auch ein, die Küsten näher zu erkunden. Nebenbei bemerkt: Auf Teneriffa gibt es ein paar Sandstrände, die sich hervorragend zum entspannten Baden eignen. Viele Küsten sind allerdings steinig oder gar felsig. Perfekt, wenn eine kleine Klettereinheit als Aufwärmung für die Schwimm-Session dienen soll! Für diejenigen, denen die teilweise starken Wellen ungeeignet zum Baden scheinen, stehen diverse natürliche Pools zur Verfügung. (Einige Mauern sollen etwas unterstützen und das Becken etwas tiefer machen.) Diese natürlichen Pools eignen sich optimal, um das Meer in einer gesicherten Zone zu genießen. Dort versammeln sich die Menschen Teneriffas sowie die Touristen (wir) zum gemeinsamen Baden, Sonnen und Erleben der Wasserkraft. Einige der Wellen schossen nur so an der Wand nach oben. Ein künstlicher Massagestrahl im Schwimmbad sieht dagegen alt aus. Eine Mauer, die die Badeabschnitte verbunden hat, ist dabei für mich besonders interessant gewesen. Während einige Instagram-Versessene sich den Horizont als Kulisse zu eigen gemacht haben, empfand ich die Perspektive auf die unterschiedlichen Ebenen der Küste und das Wasser, welches sich hoch und hinuntergeschoben hat, als viel attraktiver. Sternenbeobachtung im Teide Nationalpark Die Kanarischen Inseln eignen sich aufgrund ihrer Lage und der dazugehörigen Wetterbedingungen natürlicherweise hervorragend, die Sterne zu beobachten. Nicht umsonst stehen auf La Palme mehrere Teleskope, die für die Erforschung des Weltraumes genutzt werden. Wir haben uns auf Teneriffa in die dunkle Nacht aufgemacht, um die Sterne zu sehen, wie man sie in Leipzig wohl sonst nicht zu Gesicht bekommt. Die Regierung achtet besonders darauf, den Luftraum auf den Inseln sauber zu halten, um die freie Sicht weiterhin zu gewährleisten. Deshalb gibt es auch keinerlei Laternen auf dem Weg zu den höchsten Punkten der Inseln. Ebenfalls werden Flugzeuge so geleitet, dass sie nicht einfach quer darüberfliegen. Neben den natürlichen und regulatorischen Bedingungen für die gute Sicht war auch das Glück auf unserer Seite, da wir bei quasi Neumond in den Teide Nationalpark gefahren sind, um die Sterne zu beobachten. Ohne Mond wirken die sanften Lichter noch viel schöner! Etwa eine Stunde Fahrt von Los Gigantes wird benötigt, um die Talstation zu erreichen. Fotografisch gesehen: einfach herrlich… Die kalte Nachtluft und die etwa zwei Stunden Autofahrt sind es allemal wert, einen Blick in den Nachthimmel zu werfen. Das Feeling dort oben ist einfach Wahnsinn! Mittelschwer = Dornen Auf Teneriffa sind Wanderungen richtig schön! Zumindest war das der Eindruck von der Reise im Juni. So sollte auch in diesem Urlaub eine Wanderung auf der Insel eine sportliche Herausforderung und fotografische Chance darstellen. Also nach einer passenden Route gesucht und scheinbar gefunden, denn wer will nicht einmal in den „Zauberwald“? Mittelschwer klingt auch nicht zu schwer. Also packen und los. Schon am Startpunkt gab es die ersten Schwierigkeiten, da die Route zu Beginn gefühlt in einen Garten eines Hauses führte. Darf man da denn langlaufen? Na ja, wird schon passen… Es folge eine dornige Strecke – wörtlich gemeint. Überall waren Dornenbüsche! Regelmäßige Ansagen „Du hast die Route verlassen“ haben nicht zu einer besseren Stimmung beigetragen, aber ich wollte unbedingt diesen Zauberwald erreichen. Kann doch nicht so schwer sein. Nach weiteren Schrammen und Schnittwunden erreichten wir schließlich den Zauberwald. Mit Gakelbäumen verzauberte er tatsächlich unser Gemüt, bis wir die Höhenmeter bergauf meistern mussten. Trotz Dornen, angreifender Hunde (ja, freilaufend) und der Routenführung über eine Baustelle mit einem Schild „Betreten verboten“ muss dem Routenersteller zugestanden werden, dass die Absolventen der Strecke wunderschöne Orte und Aussichten genießen können. Orte, die man ohne die beschwerlichen Wege niemals erreichen würde. Hinter einem Baugebiet (?) war ein Waldstück, das an Alice im Wunderland erinnerte. Nach der Überquerung der Baustelle bietet sich ein toller Blick über das Tal. Die Überquerung von Wasserleitungen aus Stein hat Abenteuercharakter. Die Wälder auf La Gomera und La Palma sollten den Eindruck des Zauberwaldes noch einmal übertreffen …
Nikon Z 6II – spiegellos unterwegs
Bis in jüngster Vergangenheit fertigte ich meine Bilder mit einer Nikon D7200 an und verwendete dabei verschiedene Objektive, darunter vor allem mein 50 mm 1.8 für Porträts und mein 18-140 mm 3.5-5.6 und bei meinen Hochzeitsshootings das Sigma 70-200 mm 2.8. Seit Neuestem entdecke ich die spiegellose Welt mit einer Nikon Z6 II und einem FTZ-Adapter. Der Paradigmenwechsel hat dabei nicht nur Vorteile, dennoch überwiegen sie letztlich. Die Bewährungsprobe steht allerdings noch aus. Ein treuer Begleiter: Die Nikon D7200 Seit 2017 begleitet mich schon die Nikon D7200. Mit einem 24 MP APS-C-Sensor hat sie in bisher allen Situationen gute Arbeit geleistet. Sie bietet eine tolle Bildqualität, einen hohen Dynamikumfang, gute Ausstattung. Doch einige Punkte sind hervorzuheben, die die Arbeit mit der Nikon nicht immer zum größen Erlebnis machen. Aufgrund des APS-C-Sensors und dem damit verbundenen Crop-Faktor wurde der Bildausschnitt noch kleiner bei dem 70-200er, als er ohnehin schon ist. Gerade bei der Trauung, welche in der Regel im Innenraum stattfindet, suchte ich schon vergeblich nach mehr Raum hinter mir. Die Wand bot oft eine unüberwindbare Grenze. Einige Fotografien wirken dadurch sehr „nah“. Etwas mehr Bildausschnitt hätte in den Momenten definitiv geholfen. Der Autofokus der Kamera arbeitet präzise. Der ausgewählte Messpunkt führe zu sehr scharfen Fotos. Nur: Wenn der Messpunkt an der falschen Stelle ist – etwa der Nase statt dem Auge – dann nützt mir die scharfe Nase in der Bildkomposition eher nicht. Stattdessen hätte ich lieber das Auge scharf. Nun bietet die Kamera einen Automatikmodus. Dieser ist aber eher optikorientiert, statt „smart“. Der Fokus fällt auch nicht unbedingt auf das gewünschte Motiv. Apropos Trauung: Ist vorn der eine Moment, bei dem sich das Paar das Ja-Wort gibt… Klack klack klack klack klack. Die Kamera rattert fröhlich vor sich hin und es entstehen tolle Aufnahmen. Aber kurz wandert der Blick zum Fotografen, denn der Lärm des Kameraspiegels, der sich auf und ab bewegt, ist nicht zu überhören. Spiegellose Vollformatlösung: Nikon Z 6II Einige dieser Probleme soll fortan die Nikon Z6 II in die Hand nehmen. Mit ihrem Vollformat-Sensor und 24,5 Megapixeln möchte ich effizienter Fotos aufnehmen. Bekommen habe ich die Kamera in der MediaMarkt Fundgrube. Dort gibt es manchmal richtig gute Angebote für Kameras, Objektive, aber auch aus anderen Kategorien vom Technikhaus. Meine Kamera kam aus Berlin. Alternativ zur Fundgrube gibt es die Kamera auch auf Amazon. Der erste Eindruck war hervorragend. Die Kamera fühlt sich sehr wertig und fest an. Meine Befürchtung, dass sie zu klein für meine Hände sei, hat sich glücklicherweise nicht bewahrheitet. Nun musste ich allerdings warten, bis ich meinen FTZ-Adapter erhalte, denn dieser ermöglicht mir, meine F-Mount-Kameraobjektive weiterzuverwenden. Dann ging das Herantasten an die Kamera los. Gleich also eine Person geschnappt und den Augenautofokus getestet: Jupp, passt. Er erkennt das Auge und bei entsprechendem Fokusmodus korrigiert er stets den Fokus auf das Auge. Und dabei fällt direkt auf: Die Kamera ist sehr leise beim Auslösen. Etwas im Menü gefunden und die Option „Lautloser Modus“ gefunden. Viel leiser kann es ja nicht werden, möchte man als frischer, spiegelloser Fotograf meinen. Doch, geht. Und zwar lautlos. Komplett. Kein Geräusch, außer dem Brummen der Kameratechnik. Begeistert von der Möglichkeit, die Hochzeitsgäste nicht weiter störend zu fotografieren, testete ich weitere Funktionen der Kamera. Das bewährte Nikon-Menü machte den Einstieg dabei mehr als leicht. Nachteile der Nikon Z6 II Doch die Kamera hat nicht nur ausschließlich Sonnenseiten. So benötigt jeder, der seine alten Objektive nutzen möchte, den FTZ-Adapter (entweder in der ersten Generation oder in der zweiten). Das bringt natürlich etwas mehr Länge und Gewicht mit sich. Zudem besitzt jede Komponente an so einem System eigene Fehlerquellen. Neue Z-Objektive sind in der Anschaffung deutlich höher, da es kaum einen Gebrauchtmarkt gibt. Ein älteres 50 mm 1.8 bekommt man für weniger als die Hälfte des Geldes eines 50-mm-1.8-Z-Mount-Objektivs. Erste reine spiegellose Erfahrungen Als erstes Z-Objektiv an der Nikon Z6 II habe ich auf http://kleinanzeigen.de ein Nikon Nikkor 24 – 70 f/4.0 ergattert. Dieses Objektiv sollte der Einstieg sein in die rein spiegellose Welt von Nikon. Als kompaktes Reiseobjektiv habe ich es auf Reisen auf den Kanarischen Inseln testen können und war begeistert: Die Fotos sind scharf, kontrastreich, und das Fotografieren mit der Kamera hat einfach Spaß gemacht. Ein ausführlicher Bericht zu drei der kanarischen Inseln folgt demnächst. 🙂
Zu Gast beim GLVC 2014 – Volleyball in erster Reihe
Samstagmorgen, um 07:00 Uhr, klingelt der Wecker. Doch das frühe Aufstehen lohnt sich, denn ich bin eingeladen in das Sportzentrum Groitzsch, wo ich zu Gast beim GLVC 2014 die Spielerinnen und Spieler des GLVC 2014 kennenlernen und anschließend fotografieren durfte! Der GLVC 2014 hatte Bedarf an frischen Bildern für die Spielerinnen und Spieler sowie Gruppenfotos der Damen- und Herrenmannschaften. Dass sie bei mir damit meinen ersten offiziellen Shooting-Auftrag hatten, war ein angenehmer Zufall! So sollte es meine Aufgabe sein, ein paar tolle Fotos zu produzieren. Das lasse ich mir doch nicht zweimal sagen! Der freundliche Empfang in der Halle machte das frühe Aufstehen schon direkt lohnenswert. Die Spieler halfen mir beim Hereintragen und beim Aufbau meines Equipments und stellten sich für Probeaufnahmen zur Verfügung. Sobald alle da waren, konnte es auch schon direkt losgehen! Der Plan: Ein Bild in der klassischen Militärhaltung. Das Zweite in einer Pose der Wahl. Entspannt, was Spaßiges, egal. Hauptsache wohlfühlen! Das dritte sollte dann eine Art Action-Aufnahme werden. Beim Volleyball also: Baggern, Pritschen oder Angriff. Das Ergebnis kann sich sehen lassen! (Oder? Schreibt es doch in die Kommentare! 😉) Ein paar freie Posen sorgten zwar für ein wenig Verwirrung und Fragezeichen im Gesicht, doch die Gastgeber konnten auch mit dieser ungewohnten Situation umgehen und ein paar schöne Posen zaubern. Das reicht vom klassischen „Ball unter dem Arm“ bis hin zu dem energischen „Dich krieg ich“. Und ein bisschen Spaß muss auch sein, nicht wahr, Herr Trainer? Vielen Dank an den GLVC 2014, dass ich Gast bei euch im Sportzentrum sein durfte! Es hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich hoffe, ihr hattet ebenfalls Freude daran!